Homöopathie

Homöopathie wirkt auf körperlicher, seelischer, und geistiger Ebene. Sanfte Medizin auch für Kinder. Der Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann nannte die von ihm entwickelte Heilmethode Homöopathie nach  “homoin pathos” = ähnliches Leiden.

Das Grundprinzip dieser Methode ist die Behandlung von Krankheit nach dem Ähnlichkeitsprinzip:  Similia similibus curentur (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt).

Deswegen hilft Arsen bei Vergiftungen, die Brechnuß bei Übelkeit und die Tollkirsche bei Fieber mit Wahnideen – natürlich homöopathisch aufbereitet und nur wenn das Arzneimittel auch sonst ähnlich zum Patient ist, das heißt im homöopathischen Sinne zum Patienten paßt.

Diese homöopathische Ähnlichkeit festzustellen ist Teil meiner Arbeit.
Ich teste die homöopathischen Mittel, die für Sie in Frage kommen auch noch kinesiologisch – so wird das richtige Arzneimittel auch in Dosierung und Potenz mit dem Körper abgestimmt und der Heilungsprozeß verläuft oft sanfter (es gibt seltener Erstverschlimmerungen).

Arzneimittelbilder

Hier einige große Arzneimittelbilder der Homöpathie zum Nachschlagen:

Arzneimittelbilder

Synonym: Formicicum acidum

Ameisensäure

gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, D30, C30, C200

Wirkt auf die Atemwege und den Bewegungsapparat.
Ameisensäure ist ein allgemeines Umstimmungsmittel bei der allergischen Diathese (Neurodermitis, Asthma bronchiale, Heuschnupfen) und der exsudativen Diathese ( erhöhte Infektanfälligkeit, adenoide Vegetation) mit großer Schwäche, Empfindlichkeit gegen Nässe und Kälte.
Hilft auch bei Rheumatischen Erkrankungen, degenerativen Gelenkerkrankungen, Gicht, Arthritis mit plötzlich auftretenden Schmerzen, die von links nach rechts wandern und umgekehrt wieder verschwinden und durch Wärme und Druck besser werden.

Vergleichsmittel: Apis., Ars., Rhus-t., Urt-u., Visc.

Gold

Gebräuchlichste Potenzen: D4, D6, D12, D30, C30, C200, C1000

Gegenanzeigen: bis D4 Schwangerschaft,  Stillzeit und Säuglinge

Gold wirkt auf das zentrale Nervensystem, die Atemwege, das Herz-Kreislaufsystem, Mänliche und weibliche Geschlechtsorgane und auf den Stütz-und Bewegungsapparat

Homöopathisches Gold wirkt als Antidepressivum; es stärkt den Lebenswillen und bringt Leichtigkeit ins das Leben.
Der Aurum-Typ ist empfindlich auf Kritik und bemüht sich sehr gute Leistungen zu bringen.
Aurum Menschen sind sehr ernsthaft oft depressiv und verzweifelt, ihrem Leben obliegt eine Schwere; sie haben es schwer und machen sich es schwer.
Viele Aurum- Patienten denken an den Tod oder haben Selbstmordgedanken.
Sie sind wenig spontan und fühlen sich verlassen.
Häufig fühlten sie sich schon in der Kindheit von ihren Eltern im Stich gelassen.
Aurum-Typen neigen dazu viel zu arbeiten (Workaholics).
Gesellschaftliches Ansehen ist ihnen sehr wichtig ist.
Nur Nux vomica-Typen haben noch mehr Ehrgeiz und arbeiten noch mehr.
Aber man kann Nux vomica leicht von Aurum unterscheiden:
Nux vomica ist viel spontaner, offener, optimistischer und geselliger als Aurum und stellt sich selbst nicht so sehr in Frage.
Aurum Menschen hingegen haben kein gutes Selbstwertgefühl und arbeiten viel um dieses zu kompensieren.
Auch Aurum und Natrium muriaticum (homöopathisches Salz) haben viele Gemeinsamkeiten.Aber die Depression von Aurum ist tiefer.
Viele Aurum Menschen brauchen materielle Sicherheiten – vielleicht auch weil ihnen das Gottvertrauen fehlt.

Auf der körperlichen Ebene wirkt Aurum auf das Herz – das zentrale Lebensorgan, die Sonne des Körpers.
Oft empfehle ich Aurum/Lavandula Salbe von Weleda in der Praxis bei Gefühlen von Herzenge, Herzklopfen und Herzangst.
Die Herzangst geht oft einher mit Existenzangst und Panikattacken.
Die Salbe regelmäßig äußerlich aufs Herz aufgetragen beruhigt und nährt das Herz und die Nerven.
Aurum ist auch ein großes Erschöpfungsmittel.
Bestens geeignet für die Krankheit unserer heutigen Zeit: das Burn-Out-Syndrom.
Die Depression des Workaholics ist eine klassische Indikation für Aurum z.B. auch in Kombination mit Kalium phosphoricum, Eisen und Quarz als Neurodoron – Tabletten von Weleda.
Aurum ist das Heilmittel für alle die durch Finanzkrisen in Depression verfallen – so gesehen ein aktuell gesamtgesellschaftlich wichtiges Mittel.
(Man beachte in diesem Zusammenhang die ständig steigende Nachfrage nach Gold)
Auch für jemanden der unter “Hochdruck” steht ist homöopathisches Gold ein Heilmittel – bewährt hat es sich besonders bei Hypertonie (rotem Hochdruck) und Arteriosklerose.
Gold heilt auch rheumatische Beschwerden mit Arthrose und Arthritis (Entzündung der Gelenke)

Modalitäten:

Die Beschwerden werden schlimmer durch Kälte, im Winter und nachts. Besserung erfährt der Aurum- Patient im Freien.

Vergleichsmittel: Arn., Asaf., Cact., Calc-f., Glon., Kail-bi., Lach., Merc., Nat-m., Nux-v., Phos., Plb., Sulph.

Calcium carbonicum
Caclcarea carbonica

Austernschalenkalk
Mollusca
Europäische Küsten
Innere Teile von Schalen der Auster (Ostrea edulis)

Gebräuchliste Potenzen: D6, D12, D30, C30, C200, C1000

Calcium wirkt auf das zentrale Nervensystem, die Drüsen, den Magen-Darm-Trakt, die weiblichen Geschlechtsorgane, den Stütz- und Bewegungsapparat, die Haut und das Lymphsystem.

Calciumtypen sind meist blond und füllig, mit rundem, weichem Gesicht und blassem Teint.
Sie sind verantwortungsbewußt, sicherheitsbedürftig, machen sich viele Sogen und sind schnell erschöpft.
Ihre Verdauung ist träge.
Calciumkinder sind stämmig, schwerfällig und lernen spät laufen.
Sie sind freundlich, dickköpfig und ängstlich mit geringer Widerstandskraft gegen Infektionskrankheiten.

Calcium hilft bei Erschöpfungszuständen, Entwicklungsverzögerungen bei Kindern, Schwindel, bei chronischer Pupillenerweiterung, Konjunktivitis, Keratitis, bei exsudativer Diathese, Infektanfälligkeit, Rhinitis, Sinusitis, Tonsillitis, chronisch vergrößerten Mandeln, Polypen, Asthma bronchiale, Milchunverträglichkeit, saurem Aufstoßen, saurem Diarrhoe, Cholelithiasis, Bettnässen, Harninkontinenz, Amenorrhoe, Metrorrhagien, Uterusmyome, Rachitis, Arthitis, Rheuma, Urtikaria, Ekzeme,Neurodermitis.
Calcium hilft bei ständigem Schwitzen auch bei geringer Anstrengung, bei feuchten, kalten Füßen, Nachtschweiß, besonders am Kopf.

Die Beschwerden werden schlimmer durch feuchtes, kaltes Wetter, körperliche Anstrengung und Treppensteigen.

Vergleichsmittel: Bar-c., Bell., Calc-s., Cham., Graph., Hep., Mag-c., Puls., Sil., Sulph.

Synonym: Carbo ligni

Holzkohle
gut ausgeglühte Kohle von Rotbuchen- oder Birkenholz

gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, C30, C200, C1000

Wirkt auf Herz-Kreislauf-System, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Haut.

Die Beschwerden treten auf als Folge von mangelhafter Oxidation mit allgemeiner Sauerstoffverarmung und Anhäufung von Stoffwechselschlacken.
Typischerweise sind die Patienten kalt, träge und adipös.
Es gibt ein Gefühl von Mattigkeit und Schwäche; eine Kollapsneigung, Ohnmachtszustände, Heiserkeit, Laryngitis, Husten mit Gefühl von Brennen in der Brust und Rasseln und Pfeifen.
Der Patient hat ein großes Verlangen nach frischer, sauerstoffreicher Luft.
Er hat einen kalten Atem, einen kalten Mund und kalte Schweiße.
Die Herztätigkeit ist geschwächt.
Es gibt Sickerblutungen aus den Schleimhäuten (Nasenbluten)
Der Carb-v. Typ hat eine Verdauungsschwäche mit Blähungen, Sodbrennen, Magenkrämpfen, Blähungskolik und Hämorrhoiden.
Seine Haut ist blau und zyanotisch, die Venen an den Beinen stauen sich (Varikosis, Thromboseneigung)
Viele Beschwerden werden mit der Menstruation schlimmer, aber allgemein auch abends und nachts, bei feuchtwarmem Wetter, durch fettes Essen, durch Milch und Wein.
Besser werden die Beschwerden durch Aufstoßen, frische Luft und durch Luft zufächeln.

Vergleichsmittel: Ars., Camph., Carb-an., Chin., Lach., Lyc., Nux-m., Puls., Sec.

Kaliumdichromat

Gebräuchlischste Potenzen: D4, D6, D12, C30

Kalium bichromicum wirkt auf die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt, den Stütz- und Bewegungsapparat, auf Haut und Schleimhäute.

Kali-bi. ist ein gutes Heilmittel bei Entzündungen der oberen und unteren Atemwege, mit zähem, faden zeihendem Schleim, z.B. bei Erkältung, Sinusitis, Laryngitis, Bronchitis, Asthma bronchiale.
Es hilft bei Gastritis, ulcus ventriculi et duodeni, bei neuralgischen Schmerzen am ganzen Körper, die wandern oder plötzlich auftreten, bei Entzündungen des Ischiasnerv, Muskel und Gelnekrheumatismus, Lumbalgie.
Kail-bi. hilft bei tiefen Haut- und Schleimhautentzündungen, mit einem wie ausgestanzten Rand.

Die Beschwerden werden morgens schlimmer und durch Kälte und Bier.
Besserung duch Wärme.

Vergleichsmittel: Brom., Cinnb., Coc-c., Hep., Hydr., Iod., Kail-i., Merc., Nat-m., Sil., Thuj

Buschmeisterschlange, Südamerika
verwendet wird das getrocknete Schlangengift

Synonyme: Lachesis muta, Lachesis mutus

Gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, D30, C30, C200, C1000

Lachesis hilft bei septischen Entzündungen, bei Störungen der Schilddrüse und des Herz-Kreislaufsystems.

Lachesistypen sind leidenschaftlich, seelisch sehr erregt, extrem redselig, mißtrauisch, eifersüchtig, neidisch, depressiv, manchmal voll Haß.

Sie vertragen keinen Kleiderdruck, besonders der Hals und die Taille müßen frei und beweglich sein.
Alle Symptome sind linksseitig, es gibt viele septische Prozesse.

Auf der körperlichen Ebene gibt es:
Schwindel, Kopfschmerzen, Angina tonsilliaris, Bronchitis, Scharlach, Influenza, Asthma bronchiale, Angina pectoris, Kollaps, Myokarditis, Endokarditis.
Es gibt sowohl Bluthochdruck, als auch zu niedrigen Blutdruck.
Lachesis-Patieneten neigen zu Thrombosen und daraus folgenden Embolien sowie Hämorrhagien.
Es treten Entzündungen im Mund sowie in den Mundwinkeln auf (Stomatitis ulcerosa, Aphthen) mit Schluckschmerzen.
Lachesis hilft bei Blähungen mit blutigem Durchfall und Leberentzündung mit Gelbsucht (Ikterus) ebenso beim Prämenstruellem Syndrom (PMS), Dysmenorrhoe und Wechseljahresbeschwerden wie z.B. Hitzewallungen, aber auch bei akutem Gelenkrheumatismus.

Bei Lachesispatienten sind die Haut und die Schleimhäute blaurot verfärbt und können sogar schwarz werden.besonders Geschwüre und Karbunkel haben blaurote Ränder.
Das Fieber ist ohne Schweiß mit trockener Haut, trockenem Mund und kalten Füßen.
Es gibt eine Kälte und Zittern des ganzen Körpers.

Lachesispatienten schlafen sich in die Verschlimmerung hinein.
Auch Wärme verschlimmert die Beschwerden.
Besserung erfahren die Patienten durch Sekretion z.B. Menstruation, Schleimauswurf und frische Luft.

Vergleichsmittel sind Arg-n., Arn., Ars., Carb-v., Cimic., Crot-h., Hyos., Kreos., Mag-c., Naja., Nit-ac., Stram., Sulph., Thuj.

Synonym: Lycopodium clavatum

Lycopodium ist der Bärlapp, gehört zur Familie der Lycopodiaceae; heimisch in Europa, Asien, Nordamerika.
Verwendet werden die getrockneten, reifen Sporen

Gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, C30, C200, C1000

Lycopodium wirkt vor allem auf die Leber.

Lycopodium-Typen sind Menschen mit ausgeprägten Minderwertigskeitgefühlen, dadurch übertrieben selbstbewußt, selbstbezogen, prahlerisch, machthungrig, diktatorisch, feige, reizbar, erträgt keinen Widerspruch, weint bei sentimentalen Ereignissen hat frühzeitig graue Haare, Kleiderdruck in der Gürtelgegend ist unerträglich.

Typisch ist mangelnde Verdauungskraft und Leberfunktionsstörungen, aufgeblähtes Abdomen, Sodbrennen, saures Aufstoßen, Meteorismus, Obstipation, Cholelithiasis, Heißhunger mit Völlegefühl nach wenigen Bissen, Unverträglichkeit von Zwiebeln, starkes Verlangen nach Süßigkeiten.

Auf der körperlichen Ebene gibt es Pharingitis, Tonsillitis, Pneumonie, Harnsaure Diathese, Nierensteine, Impotenz, Rheuma, Gicht, Venöse Stase, Varikose.

Die Beschwerden sind rechtsseitig (Leberseite) und werden schlimmer zwischen 16 und 20 uhr, morgens und bei Wärme, besser durch Bewegung und warmes Essen.

Vergleichsmittel:  Anac., Arg-n., Carb-v., Chel., Chin., Graph., Kali-c., Mag-c., Mand., Nat-m., Nux-v., Puls., Rhus-t., Sep., Sil., Sulph.

Ist ein Gemisch, das vorwiegend Quecksilber(II)-amidonitrat und metallisches Quecksilber enthält.

gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, C30, C200
Gegenanzeigen: bis D7 : Nierenfunktionsstörungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglinge, Kleinkinder

Mercurius wirkt auf Schleimhäute, Magen-Darm-Trakt, Leber, Haut, Bewegungsapparat und Lymphsystem.

Mercurius hilft bei akuten und chronischen Schleimhautentzündungen besonders eitrigen.
Die Sekrete sind scharf.
Mercurius hilft bei Entzündungen des Auges: Keratitis, Konjunktivitis, Blepharitis.

Oft gibt es Mundgeruch, reichlichen Speichelfluß, metallischen Geschmack, eine dick belegte Zunge.
Es gibt Aphthen (eingerissene Mundwinkel), Soor, Stomatitis, Rhinitis, Pharyngitis, Angina, Otitis media, Bronchitis.

Mercurius hilft bei Gastroenteritis und Colitis ulcerosa, bei eitriger Urethitis, Muskelsteifheit, Entzündungen der Knochen und Periostitis.

Bewährt hat sich Mercurius bei Tremor der Extremitäten, besonders der Hände z.B. bei Morbus Parkinson, bei Entzündungen der Haut: Urtikaria, Erysipel, Erythem, nässenden Ekzemen, Milchschorf, Dermatitis, Pyodermie und entzündete geschwollene Lymphdrüsen.

Im Mercuriuszustand hat man übelriechende, klebrige, gelbliche Schweiße, besonders nachts.

Der Mercuriustyp ist hochsensibel, reaktionsschnell, emotional mißtrauisch und hat destruktive Impulse.

Alle Beschwerden werden schlimmer bei Wärme und Kälte, besonders Bettwärme, nachts und bei nasskaltem Wetter; besser nur durch mäßigeTemperaturen.

Vergleichsmittel:Arg-n., Ars., Bell., Guaj., Hep., Kali-i., Merc-d., Mez., Sil., Sulph.

Natrium muriaticum

Kochsalz
Natriumchlorid

Gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, C30, C200, C1000

Es wirkt auf das zentrale Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, Haut und Schleimhäute

Natrium chloratum ist ein wunderbares Heilmittel für Menschen mit altem Kummer, der immernoch frisch ist.
Im Natriumzustand empfindet man tiefe Trauer und Enttäuschung und hat eine Abneigung gegen Trost (im Gegensatz zu Pulsatilla, die sehr gerne getröstet wird)
Häufig magern die Patienten ab durch den Kummer (von oben nach unten) und sind verschlossen, ernst und depressiv.

Auf der körperlichen Ebene besteht eine Trockenheit aller Schleimhäute, Migräne, Schulterkopfschmerz.
Die Lippen können aufspringen, es besteht eine Neigung zu Herpes labialis.
An den Augen gibt es Entzündungen: Konjunktivitis (Bindehautentzündung) und Keratitis (Hornhautentzündung)
Natrium hilft bei Erkältung (Rhinitis) , Heuschnupfen (Pollinosis) und Bronchitis.
Einige Natriumpatienten haben nervöse Herzstörungen und Tachykardie (Herzklopfen)
Natrium heilt sowohl Diarrhoe als auch Obstipation.
Auch hilft es bei Schwangerschaftsübelkeit.
Die Patienten haben ein großes Verlangen nach Salz und salzigen Nahrungsmitteln.
Häufig gibt es Abmagerung trotz Heißhunger.
Die Menstruation fließt nicht richtig, oft zu wenig.
Es besteht eine  Abneigung gegen Sex.
Die Knochen schmerzen (Rheuma).
Die Haut produziert eine juckende rote Entzündung (Urtikaria) oder Milchschorf, Flechten, Mykosen (Pilzinfektionen), Akne und ölige Schweiße.

Die Beschwerden von Natriumpatienten werden schlimmer durch Sonnenbestrahlung (Sonnenallergie!), Hitze und den Aufenthalt am Meer.
Auch Trost macht alles nur schlimmer.
Zwischen 9 und 11 uhr morgens werden die Beschwerden verschlimmert und durch körperliche und geistige Anstrengung.
Besser werden die Beschwerden im Freien und mit einem harten Kissen unter dem Kreuz.

Vergleichsmittel:  Abrot., Apis., Ars., Caust., Graph., Hed., Ign., Iod., Kail-c., Lach., Lyc., Mag-m., Nat-c., Puls., Sep., Sulph., Tarax.

 

 

Strychnos nux-vomica

Brechnuss
Loganiaceae
Südostasien, Nordaustralien
Getrocknete, reife Samen

Gebräuchlichste Potenzen: D4, D6, D12, C30, C200, C1000

Nux vomica wirkt auf das zentrale Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, die Leber, Knochen und Muskeln.

Es ist ein Mittel für aktive Menschen, die ständig in Hetze sind und im Beruf viel Sitzen.
Die Patienten sind ehrgeizig, nervös, reizbar, ungeduldig,  jähzornig und arbeiten viel.
Sie haben ein stakes Verlangen nach Genußgiften (Koffein, Nikotin, Alkohol, Drogen) und sind kälteempfindlich.
Häufig gibt es Magen-Darm-Beschwerden: Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Blähungen mit Bauchschmerz, Verstopfung mit Krämpfen, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gastroenteritis, Hämorrhoiden.

Nux vomica heilt Beschwerden, die durch Arznei- und Genußmittelabusus entstehen (z.B. Kater nach Alkohol)
Es hilft bei Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne.
Aber auch bei Erkältungsneigung und Grippe, Brustenge und Kreislaufkollaps, Blasenentzündung, Enuresis, Menstruationsschmerzen und verstärkter Regelblutung, Rückenschmerzen, Muskelrheumatismus und Neuralgien (Nervenentzündungen)
Der Schlaf ist unruhig, und die Patienten wachen um 4 Uhr nachts auf, fühlen sich morgens unausgeschlafen und verkatert.

Die Beschwerden werden schlimmer durch Genußmittel (Kaffee, Alkohol, Tabak) , durch Kälte, nach dem Essen, durch geschäftlichen Ärger und Sorgen, durch geistige Anstrengung und morgens.
Besser werden die Beschwerden abends und durch Wärme.

Vergleichsmittel:Ant-c., Bry., Carb-v., Cham., Ign., Ip., Kali-c., Lach., Lyc., Mag-c., Mand., Nat-m., Phos., Puls., Stry., Sulph.

Pulsatilla pratensis

Wiesen-Küchenschelle
Ranunculaceae
Europa
Frische, ganze Pflanze zur Blütezeit

Gebräuchlichste Potenzen: D4, D6, D12, C30, C200, C1000
Gegenanzeigen bis D3: Schwangerschaft und Stillzeit, Säuglinge und Kleinkinder

Pulsatilla wirkt auf das zentrale Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, die weiblichen Geschlechtsorgane und den Stütz- und Bewegungsapparat.

Pulsatilla ist ein großes Heilmittel  sanfte, empfindliche Frauen, die leicht weinen.
Häufig sind Pulsatilla-Patienten hellhäutig und blond.
Sie werden gerne getröstet.
Pulsatillakinder hängen an der Mutter und brauchen viel Fürsorge.

Pulsatilla ist leicht erkältet, hat aber eine Abneigung gegen Wärme.
Es gibt migräneartige Kopfschmerzen und Entzündungen des Auges mit dicken, gelben Absonderungen.
Pulsatilla kann auch Mittelohrentzündung, Bronchitis und Asthma heilen.
Manche Patienten kommen wegen einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) mit troceknem Mund, aber sie haben keinen Durst.
Die Leber kann entzündet sein, ebenso die Blase.
Viele Symptome gibt es in bezug auf die Menstruation:
Entweder fällt sie ganz aus oder ist zu schwach oder zu stark – häufig gibt es gar keine Regelmäßigkeit.Oft gibt es auch Regelschmerzen und Ausfluß (Fluor albus)
Unter der Geburt hilft Pulsatilla bei  Wehenschwäche.
In den Wechseljahren ist die Küchenschelle ein Segen für viele Beschwerden (Hitzewallungen, Migräne, Depression)
Manchmal gibt es eine wandernde Entzündung in den Gelenken.
Krampfadern (Varizen) und Venenentzündung (Phlebitis) entstehen durch die venöse Stase.

Die Beschwerden werden schlimmer durch Wärme, abends, vor und während der Menstruation und durch fettes Essen.
Besserung gibt es durch Trost, Bewegung im Freien und frische Luft.

Vergleichsmittel: Ant-c., Calc-f., Carb-v., Cycl., Ham., Ip., Kail-s., Lach., Mag-c., Merc., Nat-m., Sep., Sil., Sulph., Thuj.

Sepia officinalis

Tintenfisch
Mollusca
Mittelmeer, Atlantik, Nordsee
Getrocknetes Sekret der Tintendrüse

Gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, C30, C200, C1000

Sepia wirkt auf das Zentrale Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, die weiblichen Geschlechtsorgane, die Harnwege und den Stütz-und Bewegungsapparat.

Sepia ist eines der wichtigsten Mittel für Frauen.
Sepiafrauen sind  meist brünett und emotional distanziert.
Sie können gegenüber ihrer Familie gelichgültig werden und haben eine Abneigung gegen Gesellschaft, aber gleichzeitig Angst vor dem Alleinsein.
Sepia hilf der sportlichen Karrierefrau gesund werden z.B bei Regelschmerzen.

Sepia heilt allgemeine Schwäche und Erschöpfung, hormonell bedingte Depressionen (besonders im Klimakterium eine große Hilfe auch bei Hitzewallungen), Kopfschmerzen und Schwindel.
Viele Sepia patienten haben ein Verlangen nach Saurem und eine schmerzhafte Lebergegend.
Sepia hilft auch bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung) und Hepatopathie, Hyperemesis gravidarum (Schwangerschaftsübelkeit), Blähungen, Verstopfung und Hämorrhoiden.
Die Blase kann entzündet sein mit häufigem Harndrang und Inkontinenz oder nächtlichem Bettnässen.
Sepia heilt viele Regelbeschwerden bzw. Unregelmäßigkeiten sowie das Ausbleiben der Menstruation und das prämenstruelle Syndrom.
Viele Frauen, die Sepia brauchen haben Senkungsbeschwerden der Beckenorgane (Gefühl als ob die Organe nach unten rutschen) bis hin zum tatsächlichen Uterusprolaps (Gebärmuttervorfall).
Es kommt auch zu Ausfluß und Entzündung der Vagina.
Manche Patienten haben chronische Hautausschläge oder Psoriasis (Schuppenflechte) und Rückenschmerz besonders im unteren Rücken.
Das Sepiabeschwerdebild ist geprägt durch eine venöse Stase im ganzen Körper – daher auch die Neigung zu Hämorrhoiden, Krampfadern, kalten Händen und Füßen.

Die Beschwerden von Sepiapatienten werden schlimmer vor und während der Menstruation, durch Geschlechtverkehr und Kälte.
Alle Beschwerden werden besser durch Bewegung, körperliche Anstrengung, frische Luft und Tanzen.

Sepia Patienten reiten oft gerne und lieben Pferde.

Vergleichsmittel:  Anac., Arist-cl., Ars., Bell., Colch., Helon., Hydr., Lach., Lil-t., Lyc., Murx., Nat-m., Nit-ac., Ph-ac., Puls., Sang., Sulph.

Acidum silicium

Kieselsäure
Gefälltes Siliciumdioxid

Gebräuchlichste Potenzen: D4, D6, D12, C30, C200, C1000

Silicea wirkt auf das zentrale Nervensystem, auf die Haut, auf die Schleimhäute und das Lymphsystem.

Siliceatypen sind nachgiebige, ruhige, zarte Menschen, oft mit einem Mangel an Selbstvertrauen.
Sie haben unumstößliche Überzeugungen, geben aber scheinbar nach.
Sie sind  schreckhaft und häufig ist der Mineralstoffwechsel aus dem Gleichgewicht, weshalb Knochen, Haare, Nägel und Zähne nicht gut versorgt sind oder gar nicht richtig ausgebildet.
Siliceatypen frieren leicht und sind empfindlich gegen Berührung.
Siliceakinder sind zart, schüchtern und eigensinnig und häufig entwicklungsverzögert mit einer Neigung zu Polypen.

Silicea hilft bei Kopfschmerzen, Migräne, Konjunktivitis, Hordeolum, bei verstopftem, geschwollenem Tränenkanal, bei großer Erkältungsneigung, vergrößerten Halslymphknoten, Otitis media, Rhinitis, Sinusitis, Tonsillitis, Bronchitis, Zahnfleischentzündungen, Parodontose, Karies, Meteorismus, Obstipation, Skoliose, Bindegewebsschwäche, Wachstumstörungen von Haaren und Nägeln, eingewachsenen Zehennägeln.
Silicea ist das Mittel der Wahl bei Neigung zu Eiterungen, Abzessen, Fisteln, Nagelbetteiterung, bei schlecht heilenden eiternden Wunden.

Silicea fördert das Abstoßen von Fremdkörpern aus dem Gewebe.

Die Beschwerden werden schlimmer durch Kälte und besser durch Wärme und warmes Einhüllen (z.B. bei Kopfschmerz)

Vergleichsmittel: Acon., Bar-c., Calc-c., Calc-f., Hep., Lyc., Merc., Puls., Sulph.

Synonym: Sulfur depuratum

sublimierter Schwefel

gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, D30, C30, C200, C1000

Sulfur wirkt auf die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt, die Leber, den Stütz- und Bewegungsapparat, das venöse Gefäßsystem, die Haut und auf die Schleimhäute.

Das Sulfur-Arzneimittelbild ist ungewöhnlich breit und enthält von  fast jedem Symptom auch das Gegenteil.
Sulfur ist ein “Zwischenmittel” zur Anregung der Reaktionsfähigkeit des Körpers.
Der “Sulfurtyp” ist mager oder wohlgenährt mit rotem Gesicht, intellektuell und philosophisch, er theoretisiert gerne, ist unordentlich, faul, rechthaberisch, egozentrisch und hat ein großes Bedürfnis nach Anerkennung.
Er hat an allem etwas auszusetzen, ist gleichgültig gegen sein Äußeres, daher oft schlampig gekleidet, er riecht und hat Angst um seine Gesundheit.

Sulfur hilft bei anhaltendem, “verschlepptem ” Fieber, verlangsamter Rekonvaleszenz, bei stark geröteten Schleimhäuten mit brennenden Schmerzen, bei Blepharo-Konjunktivitis, chronischer Rhinitis, Bronchitis, grippalem Infekt, Hypertonie, flauem Magen gegen 11 Uhr morgens, Hyperazidität, Sodbrennen, Gastritis, Morgendiarrhoe, die aus dem Bett treibt, Hämorrhoiden, venösen Stauungen, Hitzewallungen, nächtlichen heißen Füßen, struppigen, glanzlosen Haaren, trockener, unreiner Haut, Akne, brennenden, juckenden Hautausschlägen, seborrhoischem Ekzem, Psoriasis, Muskel- und Gelenkrheumatismus und leichtem, unruhigem Schlaf.

Alle Beschwerden werden schlimmer durch Waschen und Baden, durch Bettwärme, im Stehen, vor 11 Uhr morgens und in Ruhe.
Beschwerden werden besser durch trockenes, warmes Wetter und mäßige Bewegung.

Vergleichsmittel: Arg-n., Calc-f., Graph., Hep., Lyc., Mag-c., Mag-f., Mand., Nat-s., Nit-ac., Podo., Psor., Puls., Sep., Sil., Thuj.

Synonym: Thuja occidentalis

abendländischer Lebensbaum
Cupressaceae
Nordamerika
Frische, beblätterte, einjährige Zweige

gebräuchlichste Potenzen: Urtinktur, D4, D6, D12, C30, C200 und äußerliche Anwendung
Gegenanzeigen: Urtinktur und D1 nicht in der Schwangerschaft

Thuja wirkt auf die Haut, die Schleimhäute und den Stütz- und Bewegungsapparat.
Thuja hilft bei proliferativen Prozessen der Haut und Schleimhaut:
Warzen, Kondylomen, Naevi, Polypen, Pappilome, Fibrome, Tumore.
Thuja hilft bei Impfschäden, besonders durch Pockenimpfung.
Im Thujazustand hat man ein geringes Selbstwertgefühl und neigt dazu Dinge zu verheimlichen bzw. zu verstecken.
Thuja kann helfen bei Depressionen, Wahnvorstellungen, Kopfschmerzen, Mirgäne, Konjunktivitis, Hordeolum und chronisch rezidivierenden entzündlichen Prozessen: Otitis media, Rhinitis, Sinusitis, Tonsillitis, Bronchitis, Asthma bronchiale bei Kindern, Zahnwurzelbeschwerden, Fett-Dyspepsie, chronischer Gastritis, Auftreibung des Abdomens, Meteorismus, morgendlicher Diarrhoe, Obstipation, Endometriose, Adnexitis, Muskel und Gelenkrheumatismus, Arthritis, fettigen übelriechenden Schweißen an unbedeckten Körperteilen, fettiger, glänzender Haut, Psoriasis, schuppiger Kopfhaut, Haarausfall und Nagelwachtumsstörungen.

Alle Beschwerden werden schlimmer bei feuchter Kälte und zwischen 16 und 4 Uhr, besser durch Wärme.

Vergleichsmittel: Cinnb., Crot-t., Dulc., Med., Merc., Nat-s., Nit-ac., Puls., Sabin., Sil., Staph.

Synonyme: Veratrum, Helleborus albus

Weiße Nieswurz, weißer Germer
Melanthiaceae
Europa, Nordasien
getrockneter Wurzelstock mit daran hängenden Wurzeln

gebräuchlichste Potenzen: D4, D6, D12, C30

Wirkt auf das Herz- Kreislauf-System, zentrales Nervensystem, Magen-Darm-Trakt, weibliche Geschlechtsorgane.

Hilft bei Kreislaufschwäche mit Kollapsneigung, Kraftlosigkeit und großer Schwäche, orthostatischer Regultionsstörung, Ohnmacht.
Im Veratrumzustand gibt es viel Schweiß, viel Speichel, auch Erbrechen und Diarrhoe.Typisch ist kalter Schweiß auf der Stirn.
Auf der nervlichen Ebene hilft Veratrum auch bei Manie und Psychosen, besonders, wenn diese mit religiösen Wahnvorstellungen einhergehen; aber auch bei Migräne und Schwindel mit bläulicher Blässe.
Die Verdauung unterstützt Veratrum bei Übelkeit mit heftigem Erbrechen, akuter Gastroenteritis, wässriger Diarrhoe mit schwallartiger Stuhlentleerung, Obstipation in Verbindung mit  Heißhunger und Durst auf kaltes Wasser.
Frauen kann durch Veratrum geholfen werden bei schwerer Dysmenorrhoe mit innerlicher und äßerlicher  Kälte, Erbrechen, Diarrhoe, Schwäche, kaltem Schweiß und Zittern.

Alle Beschwerden werden schlimmer durch kalte Getränke und besser durch Wärme.

Vergleichsmittel: Acon., Ars., Camph., Carb-v., Cupr., Hyos., Sec., Stram., Tab.