/ Pulsatilla (Puls.)

Pulsatilla pratensis

Wiesen-Küchenschelle
Ranunculaceae
Europa
Frische, ganze Pflanze zur Blütezeit

Gebräuchlichste Potenzen: D4, D6, D12, C30, C200, C1000
Gegenanzeigen bis D3: Schwangerschaft und Stillzeit, Säuglinge und Kleinkinder

Pulsatilla wirkt auf das zentrale Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, die weiblichen Geschlechtsorgane und den Stütz- und Bewegungsapparat.

Pulsatilla ist ein großes Heilmittel  sanfte, empfindliche Frauen, die leicht weinen.
Häufig sind Pulsatilla-Patienten hellhäutig und blond.
Sie werden gerne getröstet.
Pulsatillakinder hängen an der Mutter und brauchen viel Fürsorge.

Pulsatilla ist leicht erkältet, hat aber eine Abneigung gegen Wärme.
Es gibt migräneartige Kopfschmerzen und Entzündungen des Auges mit dicken, gelben Absonderungen.
Pulsatilla kann auch Mittelohrentzündung, Bronchitis und Asthma heilen.
Manche Patienten kommen wegen einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) mit troceknem Mund, aber sie haben keinen Durst.
Die Leber kann entzündet sein, ebenso die Blase.
Viele Symptome gibt es in bezug auf die Menstruation:
Entweder fällt sie ganz aus oder ist zu schwach oder zu stark – häufig gibt es gar keine Regelmäßigkeit.Oft gibt es auch Regelschmerzen und Ausfluß (Fluor albus)
Unter der Geburt hilft Pulsatilla bei  Wehenschwäche.
In den Wechseljahren ist die Küchenschelle ein Segen für viele Beschwerden (Hitzewallungen, Migräne, Depression)
Manchmal gibt es eine wandernde Entzündung in den Gelenken.
Krampfadern (Varizen) und Venenentzündung (Phlebitis) entstehen durch die venöse Stase.

Die Beschwerden werden schlimmer durch Wärme, abends, vor und während der Menstruation und durch fettes Essen.
Besserung gibt es durch Trost, Bewegung im Freien und frische Luft.

Vergleichsmittel: Ant-c., Calc-f., Carb-v., Cycl., Ham., Ip., Kail-s., Lach., Mag-c., Merc., Nat-m., Sep., Sil., Sulph., Thuj.

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