Veratrum album (Verat.)
Synonyme: Veratrum, Helleborus albus
Weiße Nieswurz, weißer Germer
Melanthiaceae
Europa, Nordasien
getrockneter Wurzelstock mit daran hängenden Wurzeln
gebräuchlichste Potenzen: D4, D6, D12, C30
Wirkt auf das Herz- Kreislauf-System, zentrales Nervensystem, Magen-Darm-Trakt, weibliche Geschlechtsorgane.
Hilft bei Kreislaufschwäche mit Kollapsneigung, Kraftlosigkeit und großer Schwäche, orthostatischer Regultionsstörung, Ohnmacht.
Im Veratrumzustand gibt es viel Schweiß, viel Speichel, auch Erbrechen und Diarrhoe.Typisch ist kalter Schweiß auf der Stirn.
Auf der nervlichen Ebene hilft Veratrum auch bei Manie und Psychosen, besonders, wenn diese mit religiösen Wahnvorstellungen einhergehen; aber auch bei Migräne und Schwindel mit bläulicher Blässe.
Die Verdauung unterstützt Veratrum bei Übelkeit mit heftigem Erbrechen, akuter Gastroenteritis, wässriger Diarrhoe mit schwallartiger Stuhlentleerung, Obstipation in Verbindung mit Heißhunger und Durst auf kaltes Wasser.
Frauen kann durch Veratrum geholfen werden bei schwerer Dysmenorrhoe mit innerlicher und äßerlicher Kälte, Erbrechen, Diarrhoe, Schwäche, kaltem Schweiß und Zittern.
Alle Beschwerden werden schlimmer durch kalte Getränke und besser durch Wärme.
Vergleichsmittel: Acon., Ars., Camph., Carb-v., Cupr., Hyos., Sec., Stram., Tab.