Sulfur (Sulph.)
Synonym: Sulfur depuratum
sublimierter Schwefel
gebräuchlichste Potenzen: D6, D12, D30, C30, C200, C1000
Sulfur wirkt auf die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt, die Leber, den Stütz- und Bewegungsapparat, das venöse Gefäßsystem, die Haut und auf die Schleimhäute.
Das Sulfur-Arzneimittelbild ist ungewöhnlich breit und enthält von fast jedem Symptom auch das Gegenteil.
Sulfur ist ein “Zwischenmittel” zur Anregung der Reaktionsfähigkeit des Körpers.
Der “Sulfurtyp” ist mager oder wohlgenährt mit rotem Gesicht, intellektuell und philosophisch, er theoretisiert gerne, ist unordentlich, faul, rechthaberisch, egozentrisch und hat ein großes Bedürfnis nach Anerkennung.
Er hat an allem etwas auszusetzen, ist gleichgültig gegen sein Äußeres, daher oft schlampig gekleidet, er riecht und hat Angst um seine Gesundheit.
Sulfur hilft bei anhaltendem, “verschlepptem ” Fieber, verlangsamter Rekonvaleszenz, bei stark geröteten Schleimhäuten mit brennenden Schmerzen, bei Blepharo-Konjunktivitis, chronischer Rhinitis, Bronchitis, grippalem Infekt, Hypertonie, flauem Magen gegen 11 Uhr morgens, Hyperazidität, Sodbrennen, Gastritis, Morgendiarrhoe, die aus dem Bett treibt, Hämorrhoiden, venösen Stauungen, Hitzewallungen, nächtlichen heißen Füßen, struppigen, glanzlosen Haaren, trockener, unreiner Haut, Akne, brennenden, juckenden Hautausschlägen, seborrhoischem Ekzem, Psoriasis, Muskel- und Gelenkrheumatismus und leichtem, unruhigem Schlaf.
Alle Beschwerden werden schlimmer durch Waschen und Baden, durch Bettwärme, im Stehen, vor 11 Uhr morgens und in Ruhe.
Beschwerden werden besser durch trockenes, warmes Wetter und mäßige Bewegung.
Vergleichsmittel: Arg-n., Calc-f., Graph., Hep., Lyc., Mag-c., Mag-f., Mand., Nat-s., Nit-ac., Podo., Psor., Puls., Sep., Sil., Thuj.