Die Fünf Elemente

Die Fünf Elemente in der chinesischen Medizin beschreiben den Zyklus des Lebens.
Das Modell der Fünf Elemente entstand aus der Dialektik des Taoismus und des Konfuzianismus.
Die Fünf Elemente sind das Holz (Frühling), daraus folgt Feuer (Sommer), die Erde (Spätsommer, Erntezeit), das Metall (Herbst) und das Wasserelement, für welches der Winter ein Sinnbild ist.

Die Fünf Elemente bilden zusammen einen immer wiederkehrenden Zyklus – daher ist kein Element statisch oder getrennt von den anderen zu betrachten.

Die Fünf Elemente sind ein Modell, welches den natürlichen Verlauf von Wachstum und Verfall ebenso im Makrokosmos wie im Mikrokosmos beschreibt.Jeder lebende Organismus unterliegt diesen Gesetzmäßigkeiten.

So auch jeder Mensch.
Was bedeuten die Fünf Elemente für einen Menschen?
Die Elemente beschreiben verschiedene menschliche Zyklen:
Zum Beispiel werden Geburt und Kindheit dem Holzelement zugeordnet, der junge Erwachsene befindet sich in der “Feuerphase” seines Lebens, dann folgt die Erdezeit in der man seßhaft wird, sich sein eigenes Heim schafft, erntet und vielleicht selbst Kinder bekommt, die Erde wird zum Metall, das ist der Herbst des Lebens – die Energie zieht sich nach innen zurück; mit dem Tod treten wir wieder ein ins Wasser – in das große Unbewußte – die Energie ist vollkommen zentriert.

Ebenso beschreiben die Fünf Elemente einen Tag :der frische Morgen ist das Holzelement, die Energie will nach außen und oben; der warme Mittag ist das Feuerelement, die Energie verströmt sich in alle Richtungen, der Nachmittag ist die Erdezeit und sie geht über in die Metallzeit, hier ist die Richtung der Energie von außen nach innen; in der Nacht dann befinden wir uns (hoffentlich) im Wasserzustand – das heißt wir schlafen – die Energie und damit auch unser Bewußtsein ist vollkommen nach innen gerichtet.

Doch ist das System der Fünf Elemente noch komplexer.
Alle Inneren Organe werden den Elementen zugeordnet und “speichern” diese bestimmte Energie.
Holz: Leber, Gallenblase
Feuer: Herz, Dünndarm, Perikard, Drei Erwärmer
Erde: Milz-Pankreas, Magen
Metall: Lunge, Dickdarm
Wasser: Niere, Blase

Ebenso ist jedem Element eine Emotion und eine Seele zugeordnet.
Zum Holzelement gehört die Wanderseele; Sie ist ständig unterweges, z.B. wachen wir wie gerädert morgens auf, wenn es im Holzelement eine Hitze gibt und die Wanderseele die ganze Nacht nicht zur Ruhe kommt und wir deswegen viele wirre Träume haben.Die Emotion, wenn das Holzelement aus dem Gleichgewicht ist, ist die Wut oder auch die Aggression, die Frustration oder Depression (Männer eher Aggression, Frauen eher Depression).
Die Emotion des Feuerelements ist natürlich die Liebe, sobald das Feuerelement im Ungleichgewicht ist, gibt es Störungen in unseren Beziehungen.
Die Emotion des Erdeelements ist die Sorge oder auch Fürsorge – was man vielleicht nicht unbedingt als Emotion bezeichnet. Am besten stellen Sie sich die liebevolle Fürsorge einer Mutter vor, die sich um ihr Kind kümmert.
Aus Sicht der chinesischen Medizin ist dies die verbindende Energie – die Energie, die diese Welt zusammenhält, sowohl das Zentrum als auch das konnektive Element für alle anderen.
Die Emotion des  Metallelements ist die Traurigkeit.
Traurigkeit entsteht, wenn das Metallelement aus dem Gleichgewicht ist, aber ebenso wirkt das Äußere auch auf das Innere, d.h. wenn es einen äußeren Anlaß für Trauer gibt verbraucht diese Metallenergie, also die Energie von Lunge und Dickdarm und Haut – häufig kommen mit der Trauer Lungen- oder Hautkrankheiten.
Menschen mit einem gesunden Wasserelement haben großes (Ur-)Vertrauen.
Das Wasserelement beherbergt unsere tiefste Seele, sie ist unzerstörbar, so wie auch nach dem Tod unsere Knochen, die auch zum Wasserelement gehören, bleiben.
Wenn die Wasserenergie erschöpft wird – z.B. durch Geburten, Drogenmißbrauch, Nachtarbeit, Überfordernung, Schlafmangel – gibt es Angst, die auch zur Panik werden kann.Die schlimmsten Ängste wohnen in dieser tiefen Seele – hier geht es um die nackte Existenz, das Überleben an sich.

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